Geschichte



Seit ca. 18 Jahren praktiziere ich Zen Shiatsu nach Massunaga, welches seinen Ursprung in Japan hat und aus den Wurzeln der asiatischen Gesundheitslehren hervorgeht. Der Zen Buddhismus spiegelt sich in dieser Körperarbeit durch respektvolle und einfühlsame Berührung, sowie Achtsamkeit in der Bewegung und Behandlung. Aus dieser Philosophie heraus entsteht eine meditative Grundstimmung im Austausch von Ki (in Japan = Lebensenergie). Der Mensch wird als „Ganzes„ und ohne Absicht berührt. InAsien entstand die Medizin durch Beobachtungen und Erfahrungen aus der Natur, die eben Ihr eigenes Gesetz hat. Dieses Naturgesetz ist in Erklärungsmodellen wiederzufinden:
-  Yin und Yang Prinzip erklärt die Dualitäten der Welten, und lässt uns die     Polarität in natürlichen Lebensprozessen verstehen.
-   die fünf Elementenlehre bezieht sich auf die Formen des Ki´s, und ist in seinen     Kräften und im Ablauf miteinander verbunden. Sie spiegelt sich in der Natur, z.B. den Jahreszeiten wieder, und hält sie sozusagen in ihrer Form stabil.
Massunaga war selbst Philosoph, studierte Psychologie, und brachte sein Shiatsu Anfang der 70er Jahre in den Westen. Man kann ihn als Pionier bezeichnen, wenn es darum ging, Anatomie und Physiologie des Menschen mit Shiatsu in Verbindung zu bringen. Die letzen Jahrzehnte hat sich Shiatsu im Westen weiterentwickelt. So wurde die Krankheislehre aus dem Westen, sowie auch das Chakrensystem (höhere Energie- oder Kraftzentren im menschlichen Körper, die Gesundheit und spirituelles Wachstum spiegeln) aus der Yogalehre mit einbezogen. In Asien wurde immer schon Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krank heit gesehen so dass die Medizin im Allgemeinen schon eine andere Sichtweise hat. Das beste Beispiel ist immer wieder das alte China. Hier wurden Ärzte nur bezahlt, wenn ihre Patienten gesund waren.


Shiatsu und Energie
Energie wird “im Körper“ über sog. Meridiane transportiert. In der Akupunktur ist das klassische Meridiansystem fest verankert, hier wird durch Nadeln das Fließen von Qi (in China = Lebensenergie) stimuliert. Hier wird der Satz: „Da wo Blut fließt, fließt auch Energie“ lebendig. Die verbesserte Blutverteilung durch die Nadelung ist durch die Kirlianfotografie nachweisbar und ist als wissenschaftlicher Bestandteil akzeptiert. Im Shiatsu wird (über ein erweitetes Meridansystem)der Mensch als „Ganzes“ berührt, so dass Shiatsu immer individuell und einzigartig ist. Die Aufmerksamkeit des Praktizierenden liegt in der„Ausrichtung“, stimmt sich so auf das Energiesystem des Menschen ein, und tauscht sich nonverbal mit ihm aus. Über die Körperwahrnehmung hinaus unterstützt Shiatsu auch die Wahrnehmung für sich selbst und macht den Satz: “Da wo Energie fließt, fließt auch Blut“ verständlich. Dieser Satz stammt übrigens von einer Patientin, die mit diesem Verständnis zu mir kam und die ich einige Jahre mit Shiatsu begleiten durfte. Die Schwingung wird vom Menschen über die Komplexität des Nervensystems wahrnehmbar und wird als Information ähnlich wie über ein Telefonnetz im ganzen Körper weitergeleitet. Durch die Einzigartigkeit und den individuellen Energiefluß, wird der Nachweis schwierig und kann auch wissenschaftlich nicht erklärt werden. Ansätze gibt es in Teilbereichen der Physik, der Quantenphysik, aber auch hier werden wohl viele Jahre vergehen, bis eine Erklärung zu finden ist. Um sich Shiatsu wirklich zu öffnen, bedarf es eigentlich keiner Erklärung, sie ist im Austausch oft hinderlich, und lässt nur zu einem kleinen Teil zu, ein Verständnis für die Lebensenergie zu bekommen.

Wirkung von Shiatsu
Vielleicht haben sie bis hier schon eine Ahnung bekommen, welche Bedeutung das Fließen von Lebensenergie für die Bewegung hat. In Asien gibt es eigentlich keine Krankheiten, es gibt nur Energieblockaden, die ein Ungeichgewicht im Energiefluß darstellten. Die Lebensenergie neigt dazu und beeinträchtigt unser Wohlbefinden, was uns auf Dauer krank machen kann. Somit ist die Wirkung von Shiatsu zunächst einmal vitalisierend. Beim Shiatsu geht es nicht darum eine Krankheit zu „therapieren“, um etwas „dagegen“ zu tun. Eher wird die Selbstheilung unterstützt, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen. Mein Anliegen ist es im Shiatsu auf diesen Weg zu begleiten, um im nonverbalen Austausch sich gemeinsam zum Lebendigen hingezogen zu fühlen. Meist sind es die unbewussten Kräfte im Leben, die oft in Worte nicht erfasst werden können. Oft fühlen wir uns nicht gesund, sind aber auch nicht ernsthaft krank; die Dynamik durch Shiatsu ist nicht zu unterschätzen, wenn es darum geht, bei sich selbst wieder anzukommen, um sich in seiner eigenen Mitte wieder wohl zu fühlen. Als Mitte meint man hier den Körperraum der sich im sog. „Hara“ dem Bauchraum befindet. „Anzukommen“ im Körper, der zwischen Himmel und Erde unser zu Hause ist. Das funktioniert oft nur, wenn auch Denkprozesse und Gefühle verarbeitet und im Körper integriert werden und das braucht eben seine Zeit. Somit fördert Shiatsu die Wahrnehmung für den Körper und sich selbst und unterstützt durch seine ausgleichende und regulierende Wirkung Körper und Geist. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass oft Defizite im Energiehaushalt als Ausdruck von Stagnation oder Überschuss vorliegen. Aber auch bei einem Energiemangel, den ich z.B. bei seelischen Konflikten sowie chronischen Krankheitsgeschehen oft beobachte, ist Shiatsu durch seine tiefgreifende Wirkung eine Wohltat. Schon Hippokrates machte darauf aufmerksam, das Psyche und Soma(Körper) eine Einheit bilden, und nicht getrennt betrachtet werden können.

Shiatsu als Begleittherapie
Wie oben beschrieben, lässt schon vermuten, dass sich Shiatsu wunderbar zu jeder Art von Therapie begleitend eingesetzt werden kann. Da ich 10 Jahre im Wellnessbereich Erfahrung sammeln konnte, freue ich mich immer wieder über Menschen, die über Shiatsu mit neuenEnergien in ihren Alltag zurück kehren. Therapeutisch finden auch Menschen zu mir, die unter dem heutigen chronischen Stress sehr leiden, sich körperlich und geistig erschöpft fühlen, und eine Quelle der Ruhe und inneren Gelassenheit vermissen. Die heutige Zeit ist immer noch vom „Überleben des Menschen“ geprägt, auch wenn uns das nicht wirklich bewusst ist (und das ist auch gut so). Oft biete ich hier Strategien zur Stressbewältigung (siehe auch dort) an, oder kombiniere Shiatsu mit Übungen zur Achtsamkeit. Ziel ist es hier, u.A. die kognitive Verarbeitung zu verbessern, um so bei sich selbst wieder „anzukommen“. Das Zulassen von Gedanken und Gefühlen wird leichter, so dass mit den eigenen Bedürfnissen achtsamer umgegangen werden kann. Allerdings gehört dazu, dass der Patient bereit ist, selbst den Mut und auch den Willen aufzubrigen, um im Leben Veränderungen nachzugehen. Auch Menschen in Psychotherapie, sowie psychische Belastungen im Alltag finden durch Shiatsu Unterstützung. Ein seelischer Konflikt ist durch die Abwehr oder zu hohe Spannung (Verspannung) des Körpers ein normaler Schutzmechanismus. Durch das sanfte Vorgehen kann Shiatsu eine Hilfe sein, sich wieder besser zu öffnen. Bei akuten sowie chronischen Schmerzen ist Shiatsu manchmal ein Segen, wobei ich manchmal durch Behandlung mit Akupressur und Reflexzonen (siehe auch dort) auch gute Erfahrungen gemacht habe. Shiatsu hat sich bei fast allen Beschwerden und Krankheiten, die oft in Zeiten der Veränderung zur Belastung werden, gut bewährt. Die Erfahrung hat gezeigt, auch “gesunde“ Menschen, die ein neues Lebensgefühl entwickeln und das Leben lebenswerter machen möchten, profitieren durch Begleitung mit Shiatsu!

Ablauf und Dauer
Die Häufigkeit der Sitzungen hängt von dem Anliegen des Patienten/Klienten ab. In der Anamnese wird Schwerpunkt auf den Funktionskreis der Organe aus der chin. Medizin genommen. Sie gibt mir ein Bild vom körperlichen Gesundheitszustand. Aus dem Erstgespräch werden Wünsche und Erwartungen angesprochen, auf die ich im weiteren Verlauf eingehe. Es ist mir auch sehr wichtig, das Sie ein Grundverständnis für die Körperarbeit bekommen, und ich werde Sie inspirieren mich bei Unklarheiten und Interesse zu fragen. Da Shiatsu „ohne Worte“ seine Wirkung hat, ist Anamnese und Information zweitrangig. und bestimmt nur evtl. zusätzliche Maßnahmen im weiteren Verlauf. Shiatsu selbst, und ein kurzes Gespräch vor und nach der Sitzung sind da wichtiger. Ich empfehle meist 4 mal eine Sitzung pro Woche. Hier kann je nach Anliegen und Problem das eine oder andere schon geklärt werden. Ich erlebe es hier oft bei Patienten, dass sie viel entspannter sind und besser schlafen können. Um die Wahrnehmung körpereigener Energieprozesse zu unterstützen, ist eine Begleitung mit Shiatsu über mindestens 3 - 4 Monate zu empfehlen. Veränderungen passieren nicht sofort und ein längerer Zeitraum ist da sinnvoll; hier können Sie sich selbst den Raum geben und ich werde Sie inspirieren, den zeitlichen Abstand der Shiatsusitzungen selbst herauszufinden

Übrigens, die beiden Schriftzeichen oben im Logo, bedeuten "Shiatsu" und "Zen".


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